Projekt Schleiereule

Seit vielen Jahren kümmern sich Vereinsmitglieder um die Schleiereule, die zwar nicht mehr auf der Roten Liste (C. Grüneberg et al. 2015) geführt wird, deren Bestand aber starken Schwankungen durch witterungsbedingten Nahrungsmangel im Winter unterliegt.

Auch fehlen natürliche Brutplätze in unserer "aufgeräumten" Landschaft. Scheunen alter Art sind so gut wie vollständig verschwunden. Daher fällt es den Eulen immer schwerer, Nistplätze zu finden.

Die WAU hat in einigen außer Betrieb genommenen Trafo-Stationen (Eigentümer Lk Friesland) Nistkästen für Schleiereulen eingebaut. Diese werden durch einige Mitglieder kontrolliert und alle zwei Jahre gereinigt, eine für die Nase etwas unangenehme Arbeit. Sehr staubig kann es auch sein. Bei nassem oder warmem Wetter sollte man solche Arbeiten besser nicht durchführen. Pro Nest fallen schon mal ein bis zwei Säcke (ca. 30 l) Gewölle, einige tote Mäuse usw. an.

(c) Antje Rackisch/ abfliegende Schleiereule

Betreuung von Schleiereulenkästen 2017

Am 22.02. ging es den Schleiereulen (Se) nicht "an den Kragen", sondern ans "Heim". Bei Werner Menke trafen sich Veronika Lehmann, Hans Uhlmann und Volker K. Prueter (alle WAU) sowie Sarah Arnecke, FÖJ-lerin im NP-Haus Minsen, um die Nisthilfen für Schleiereulen zu reinigen, die sich unter Regie des Landkreises Friesland im selbigen befinden. Dazu wurden im Bereich des Südkreises sechs Stationen angefahren: Bohlenberge, Bockhornerfeld, Bullenmeer, Driefel (je Se 0 = kein Vogel ausgeflogen), Collstede (Se 1) und Grabstede (Se 2).

In Grabstede hatte eine der beiden Eulen "Nerven wie Drahtseile". Sie flog auch bei der Reinigung des Kastens und kleinen Reparaturarbeiten durch H. Uhlmann nicht aus.

Die Station in Driefel wurde der WAU vom Landkreis neu übertragen. Hier war schon über einige Jahre keine Reinigung des Kastens mehr erfolgt. Dementsprechend groß war die Menge (12 Säcke) des von den Eulen produzierten Abfalls, den H. Uhlmann, V. Lehmann u. W. Menke dort herausholten. Mit einem Seillift ging dies relativ problemlos von der Hand.

Da die Zeit es noch erlaubte (Termindruck), wurden auch zwei Stationen im Nordkreis angefahren: Pumpsiel (Se 2) und Middoge. Diesen letzteren Kasten haben Dohlen für sich in Beschlag genommen und dies wurde vom Team akzeptiert. Die Nisthilfe in Schoost als dritte im Nordkreis wird von Dr. Susanne Homma und Olaf Geiter betreut, die dort auch beringen.

Schleiereule (unvollständige Erfassung mit Klangattrappe)

16./18./23.03.2015  mind. 7 Standorte im Wangerland, davon 3 mit Nisthilfe

 

Waldohreule (siehe oben)

Daten s.o.       mind. 7 Standorte

festgestellt durch H. Uhlmann, V.K.Prueter

Betreuung von Schleiereulenkästen

in stillgelegten Trafo-Stationen 2015

das Reinigungsteam 2015 (v.l.): Veronika, Antje, Hans, Werner, Bastian

Am 26. Feb. trafen sich Werner Menke, Hans Uhlmann, Veronika Lehmann (alle WAU) sowie Antje Rackisch und Bastian Hische - beide FÖJ-ler im Nationalparkhaus in Minsen – am selbigen, um die o.g. Nistkästen zu reinigen und damit zugleich zu kontrollieren.

1. Trafoturm-Station mit Turmfalkenkasten
Nistkasten für die Schleiereule

An dieser Station konnte nur eine sich im Tiefschlaf befindende Eule fest-gestellt werden. Die erste Annahme, sie wäre tot oder zumindest stark geschwächt, bewahrheitete sich nicht. Bei den durch Hans durchgeführten Reinigungsarbeiten wachte sie auf und flog eilends ab.

Nach der Beseitigung von Nahrungs- und Verdauungsresten wurden grobe Sägespäne in die Nisthilfe gegeben, um die nächste Reinigung zu erleichtern. Danach ließ das Team den Eulen ihre Ruhe.

Die im Turm vorhandenen Fledermaus-Sommerschlafkästen wurden von Spinnweben gereinigt. Eine Nutzung hat wohl in 2014 nicht stattgefunden.

Fotos der Aktion (c) V.K.Prueter

(C) Foto: Ralf Sinning, junge Schleiereulen im Nest

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zuletzt aktualisiert:

20.04.2017