Sonstige Veranstaltungen

Gewässerwoche Jaderegion

 

Die Schlossgraft zu Jever als Lebensraum

1. Dienstag, 16. Mai, 18 Uhr

Treffpunkt: Schlosshof Jever; Teilnahme kostenlos

Veranstaltung von Schlossmuseum Jever und WAU

 

Einblick in die Welt des Winzigen: Untersuchung von Plankton aus verschiedenen Gewässern (Nordsee; Speicherpolder, Kolk Horumersiel)

2.. Mittwoch, 17. Mai,  15:00  - 17 Uhr

Ort: Forschungsstation Wattenmeer auf dem Campinggelände in Schillig,

Teilnahme: kostenlos

Zugang zur Forschungsstation über Parkplatz Campingplatz Schillig (für Pkw gebührenpflichtig) oder zu Fuß (gebührenfrei) über den Eingang beim Minigolfplatz (Deichschart Schillig; etwa Ortsmitte)

Veranstaltung von Nationalparkhaus Wangerland und WAU

 

Einblick in die Welt des Winzigen: Untersuchung von Plankton aus verschiedenen Gewässern (Nordsee; Speicherpolder, Kolk Horumersiel)

 

3. Samstag, 20.Mai, 11:00 – 13 Uhr

 

Forschungsstation Wattenmeer auf dem Campinggelände in Schillig

Teilnahme: kostenlos

Zugang zur Forschungsstation über Parkplatz Campingplatz Schillig (für Pkw gebührenpflichtig) oder zu Fuß (gebührenfrei) über den Eingang beim Minigolfplatz (Deichschart Schillig; etwa Ortsmitte)

Veranstaltung von Nationalparkhaus Wangerland und WAU

 

Vogelkundliche Exkursionen am Wangermeer

 

4.. Samstag, 20. Mai,  um 14.30 und um 16 Uhr

 

Treffpunkt: Ostufer Wangermeer, Grimmenser Straße

Teilnahme kostenlos, nach Möglichkeit Ferngläser mitbringen

Veranstaltung von Nationalparkhaus Wangerland und WAU

 

Internationaler Tag des Baumes am 25.04.2017

Foto: M. Menke

Die Baumscheibe der gefällten Blutbuche erinnert als letztes Zeugnis an einen beeindruckenden Baum im Schlosspark. Sie bot für  Werner Menke einen guten Standort für seine Ausführungen zum Tag des Baumes.

Nicht weit entfernt von der im Februar mit großem Aufwand beseitigten eindrucksvollen Blutbuche im Schlosspark hatte bis in die 1950er Jahre ein noch mächtigerer Baum gestanden: die Friedrich-August-Buche, die ihren Namen nach dem letzten Oldenburger Großherzog erhalten hatte.

Merkwürdigerweise war diese Namensgebung allerdings erst im Oktober 1919 erfolgt, also nicht einmal ein Jahr, nachdem die Monarchie in Deutschland beendet und alle regierenden Fürsten abgesetzt waren.

Dass einflussreiche Jeveraner gleich zu Beginn der  Weimarer Republik  an ihren letzten Großherzog erinnern wollten, darin kann man durchaus auch ein Indiz sehen für die geringe Akzeptanz, auf die die neue Staatsform in Teilen des Bürgertums stieß.

Auf solche Zusammenhänge wies Werner Menke auf einem Rundgang hin, den die Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft für Natur- und Umweltschutz (WAU) und der Jeverländische Altertums- und Heimatverein gemeinsam am Dienstag,  25.  April, dem  Internationalen Tag des Baumes, angeboten hatten. Gut ein Dutzend Teilnehmer hatten sich zu diesem Gang zu jeverschen Erinnerungsbäumen eingefunden, der im Schlosspark begann und als Nächstes zu den Kriegerdenkmalen führte. Die beiden Stieleichen, die hinter dem Obelisken stehen, der an die Gefallenen des deutsch-französischen Krieges von 1870/71 erinnert, sind Teil dieses Denkmals, sie wurden zur Denkmalserrichtung am 10. Mai 1873 gepflanzt.

Mehr als 150 Jahre später, am 3. Mai 1995,  setzten Mitglieder der SPD-AG 60+ an der Blankgraft eine Linde, die an die drei  mutigen Jeveraner erinnern sollte, die am 3. Mai 1945 am Schlossturm eine weiße Fahne gehisst hatten. Sie hatten wie viele andere Bürger befürchtet, dass die Stadt bei sinnlosem Weiterkämpfen in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges zerstört werden könnte.

Der Bismarckeiche am Kirchplatz – auch botanisch von Interesse, weil sie eine der wenigen Traubeneichen in unserer Region ist, in der die Stieleiche dominiert – galt als nächstes die Aufmerksamkeit. Gepflanzt 1895 zum 80. Geburtstag Bismarcks musste sie schon im Folgejahr durch einen neuen Baum ersetzt werden, weil Baumfrevler sie stark beschädigt hatten. Das ursprünglich um sie angebrachte kunstvolle eiserne Ziergitter mit einem Medaillon, das ein Kopfporträt   Bismarcks trug, überdauerte nicht bis in unsere Zeit. Erst 2013 wurde ein neues Gitter angebracht mit einem neuen Medaillon.

Noch original ist dagegen die Plakette mit dem Kopfbild Friedrich Schillers an der Schillerlinde, die zum 100. Todestag des Dichters am 10. Mai 1905 zwischen Pferde- und Duhmsgraft gesetzt wurde. Das Zitat aus dessen Schauspiel ‚Wilhelm Tell‘ ist Ausdruck der Vaterlandsbegeisterung der Zeit: „Ans Vaterland, ans teure schließ dich an, / Das halte fest mit deinem ganzen Herzen.“

Nur wenige Meter entfernt steht der jüngste Erinnerungsbaum Jevers – derzeit noch ein kleines Bäumchen, dazu noch ein etwas ‚exotisches‘: eine Ungarische Eiche. Sie ist ein Geschenk der Stadt Zerbst, das deren damaliger Bürgermeister Dittmann zum 25. Jahrestag der Städtepartnerschaft im Oktober 2015 überbrachte. Dem Baum, dessen besondere Kennzeichnung durch eine Plakette  noch aussteht, und der Partnerschaft  ist ein langes und gutes Gedeihen zu wünschen.

Auch am Schlosserplatz finden sich Gedenkbäume, der älteste ist die  ‚Völkerschlachtseiche‘, die am 18. Oktober 1863 zum 50. Jahrestag der entscheidenden Schlacht  bei Leipzig in den Befreiungskriegen gegen Napoleon gesetzt wurde. 1871 wurde dann die ‚Friedenseiche‘ gepflanzt als Erinnerung an das Ende des deutsch-französischen Krieges und an die Neugründung des Reiches. Beide Bäume auf dem Platz, der seinen Namen erst nach   der Errichtung des Denkmals für den Historiker Friedrich Christoph Schlosser im Jahre 1878 erhielt, sind durch eine schlichte Holztafel gekennzeichnet, deren Anbringung auf den früheren Archivar des Heimatvereins Friedrich Orth († 1989) zurückgeht.

Eine Metalltafel weist eine ganz in der Nähe gepflanzte junge Elsbeere, den Baum des Jahres 2011, als Geschenk der Kommunen und des Landkreises Friesland an die Stadt Jever aus zum Anlass des 475jährigen Stadtjubiläums in eben diesem Jahr.

Das Denkmal ‚Stadt und Land‘ vor dem Jobcenter des Landkreises war die letzte Station des Rundgangs. Diese von Schülern entworfene Arbeit stellt das Bildmotiv des vitruvianschen Menschen, einer Modellstudie von Leonardo da Vinci, dar, der sich aus seinem Urgrund erhebt und einen Baum umgreift.

Thematisiert wurde auch die Gedenkfunktion von Friedhofsbäumen. Auf den Weg über den jeverschen Friedhof mit seinen beeindruckenden  Trauerweiden, Säuleneiben, Gingkobäume und Hängeeschen wurde aber angesichts der kühlen Temperaturen verzichtet.

Doch trotz des kühlen Aprilwetters: Der Rundgang zum Tag des Baumes mit seiner  besonderen Form der Stadterfahrung über die auffälligen „Denkmalbäume“ fand bei allen Teilnehmern viel Resonanz.

Führung durch das Nationalpark-Haus Wangerland

 

Am 18. März wurde das Nationalpark-Haus Wangerland in Minsen nach umfangreichen Umbaumaßnahmen neu eröffnet.

Die neue Konzeption der Ausstellung hat bei den Premieregästen sehr viel Anerkennung  gefunden. Gelobt wurden insbesondere die großzügige Raumgestaltung und die ansprechende Präsentation der Objekte. Die Aquarienlandschaft, schon in der alten Ausstellung ein Höhepunkt, gewinnt  durch die räumliche Verlegung und neue Gestaltung noch mehr an Attraktivität.

Ein Besuch des Hauses lohnt sich also auf jeden Fall, und das sowohl für Touristen als auch für Einheimische.

Die WAU bietet für Samstag, den 09. April, einen geführten Besuch der Ausstellung an. Die Führung übernimmt Ralf Sinning, der Leiter des Hauses. Beginn ist um 14.00 Uhr; Treffpunkt am Haus in Minsen.

Im Anschluss besteht Gelegenheit, beim gemeinsamen Tee in einem nahe gelegenen Café die Eindrücke zu vertiefen und miteinander zu klönen. Dafür bitten wir um Anmeldung unter 04426-904700 oder Mail nationalpark-haus@wangerland.de

(c) V.K.Prueter/ einige WAU-Teilnehmer

An der Sonderführung durch das National-parkhaus Wangerland nahmen knapp 20 Personen teil, denen Ralf Sinning die Neugestaltung des Hauses näher erläuterte und sie durch die hellen, modern eingerichteten und auf einem hohen technischen Stand befindlichen Räumlichkeiten führte.

(c) V.K.Prueter/ Aquarienraum

Neben den mit viel Liebe für's Detail erstellten Modellen waren natürlich die Aquarien, die von der Mehrheitsfraktion im Rat der Gemeinde Wangerland eigentlich abgeschafft werden sollten, von besonderem Interesse. Sie sind das Highlight des Hauses. Der Tierbestand war noch gering, doch wird er in den kommenden Wochen allmählich größer werden. Die folgenden Fotos zeigen einige der jetzt in den Becken zu beobachtenden Fische, Krebs- und Hohltiere.

(c) Rosi Prueter/ Leierfisch
(c) V.K.Prueter/ Wolfsbarsch
(c) Rosi Prueter/ Goldbutt, ugspr. Scholle, zur Tarnung farblich an den Untergrund angepasst
(c) V.K.Prueter/ Taschenkrebs
(c) V.K.Prueter/ Seenelke
(c) R. Prueter/ Seeskorpion
(c) V.K.Prueter/ Steinpicker

Pilzkundliche Exkursion im Forst Upjever

 

Samstag, 26. September 2015, 15.00 Uhr

 

Treffpunkt: Parkplatz am Forsthaus/Gattersäge

Leitung: Dr. Martin Baumann

 

Der September ist der Höhepunkt der Pilz-Saison. Viele Menschen sind besonders an den kulinarisch verwertbaren Arten interessiert, doch die Bedeutung der Pilze im Naturhaushalt geht weit über diesen Aspekt hinaus. Einen Einblick in die vielfältige und faszinierende Welt dieser besonderen Organismengruppe „Pilze“ will eine Exkursion bieten, welche die WAU im Rahmen der „Umwelt aktiv“-Veranstaltungen des Landkreises Friesland im Forst Upjever anbietet.

Pilzliste
Liste Pilze 26-9-15.pdf
PDF-Dokument [120.7 KB]
(c) Maria Menke/ Pilzfachmann Dr. Baurmann (Mi.) bei Erklärungen

Pilzexperte Dr. Martin Baurmann erklärte den Exkursionsteilnehmern die Bedeutung der Pilze im Kreislauf der Natur. Sie sind unter anderen mit dafür zuständig, dass organisches Material, z. B. Totholz, in seine Bestandteile zerlegt wird. Die auf dem Boden sichtbaren "Pilze" seien eigentlich die Fruchtkörper des pilzlichen Organismus, der als Fadengeflecht (Mycel) den Boden durchzieht. Häufig gingen Pilze eine Symbiose mit anderen Pflanzen ein.

(c) M. Menke/ Eselsohr (Otodea onitica)

Dr. Baurmann wies im Laufe der Exkursion natürlich darauf hin, welche der gefundenen Arten giftig, ungenießbar oder essbar sind oder zu den bekannten Speisepilzen gehören. Das Eselsohr ist essbar, steht aber auch auf der Roten Liste und sollte deshalb nicht zum Verzehr mitgenommen werden.

(c) M.Menke/ Schmarotzer-Röhrling wächst auf den Fruchtkörpern des Kartoffelbovists

Einblick in die Welt des Winzigen: Untersuchung von Nordseeplankton

 

Samstag, 15. August 2015, 15.00 bis 17.00 Uhr

 

Forschungsstation Wattenmeer (auf dem Campinggelände in Schillig)

Leitung: Mitarbeiter der WAU und des Nationalpark-Hauses Wangerland

 

Zugang zur Forschungsstation über Parkplatz Campingplatz Schillig (für Pkw gebührenpflichtig) oder zu Fuß (gebührenfrei) über den Eingang beim Minigolfplatz (Deichschart Schillig; etwa Ortsmitte)

 

Als Plankton bezeichnet man all die im Wasser lebenden Organismen, deren eigene Beweglichkeit nicht ausreicht, dem passiven Mitdriften in der Wasserbewegung viel entgegenzusetzen. Zu dieser „treibenden Welt“ unserer Küstengewässer gehören z. B. die großen Quallen, aber auch viele kleine Tiere (z. B. Wasserflöhe) und Pflanzen (z. B. Kieselalgen), deren Schönheit sich nur unter starker Vergrößerung (Lupe, Mikroskop) zeigt.

Zu den zeitlebens planktischen Arten kommen andere, die nur in einer bestimmtem Lebensphase zum Plankton gehören. Viele der festsitzenden oder wenig mobilen Tiere des Wattenmeeres aus den Gruppen der Krebse (z. B. Seepocke, Strandkrabbe), Muscheln, Schnecken, Ringelwürmer und Stachelhäuter (Seesterne und Seeigel) haben planktische Larvenformen, die ihnen eine schnelle und weite Verbreitung ermöglichen. Auch die frisch aus dem Ei geschlüpften Jungfische leben bei den meisten Arten zunächst planktisch.

Da sich viele Organismen in der wärmeren Jahreszeit fortpflanzen, ist die Zahl solcher Larven im Meeresplankton im Sommer besonders hoch.

Die gemeinsame Betrachtung von Planktonproben, die mit besonderen Netzen aus dem Nordseewasser entnommen werden, in der Forschungsstation Schillig soll einen Einblick in diese  faszinierende treibende Welt des Winzigen geben.

Hier finden Sie uns

WAU e.V.

Werner Menke

Ibenweg 7

26441 Jever

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Tel.: 04461 4298

 

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zuletzt aktualisiert:

24.06.2017