Winter-Vortragsreihe 2018/2019

Gültig für alle Vorträge 2019/2020

 

Veranstalter:   Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft für Natur- und

                            Umweltschutz Jever e.V. (WAU e.V.)

Ort:         Rathaus Jever , Am Kirchplatz 11 ; Graf-Anton-Günther-Saal

               Der Vortragsraum ist barrierefrei zugänglich.

Zeit:        19.30 Uhr (!)

Kosten:   Eintritt frei   (Spenden für die Vereinsarbeit der WAU werden

                                   dankend entgegen genommen)

Vorträge im Winterprogramm 2019/20
kurze Erläuterungen zu den Vorträgen, die für das Winterprogramm 2019/20 anstehen
Winterprogramm 2019-20.pdf
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Kleiner Wal mit großem Hunger - Schweinswale in der Nordsee

 

Dienstag, 14. Januar 2020

 

Referent: Jan Herrmann, Tiermediziner, verantwortl. Redakteur der Internet-

               seite Cetacea - Wal und Mensch

Im Wechsel der Gezeiten - Geschichte unserer Küstenlandschaft seit der letzten Eiszeit

 

Dienstag, 11. Februar 2020

 

Referentin: Dr. Martina Karle, Niedersächsisches Institut für historischen

                  Küstenforschung

Makroplastik in der südlichen Nordsee - Quellen, Verbreitungspfade und Vermeidungsstrategien

 

Dienstag, 10. März 2020

 

Referent: P.D. Dr. Holger Freund, Institut für Chemie und Biologie des Meeres,

               Universität Oldenburg, ICBM - Terramare

(C) V.K. Prueter

Der Löffler - eine attraktive Vogelart im Wattenmeer

Beobachtungen auf der Insel Mellum

 

(!) Montag, 14. Oktober 2019

 

Referenten: Lena Nachreiner (Bachelor Landschafts-wissenschaften) und Hans Uhlmann (WAU Jever)

 

Dieser Vortrag ist eine Veranstaltung im Rahmen der 11. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer (12.- 20.10.19).

 

Wasser in der Wüste –ornithologische Expeditionen

zum Nasser-See (Assuan-Stausee)

in Ägypten

 

Dienstag, 19. November 2019

 

Referent: Olaf Geiter, Institut für Vogelforschung – Vogelwarte Helgoland

 

In den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde bei Assuan in Südägypten eine riesige Staumauer errichtet, die den aus dem Süden kommenden Nil aufstaut. Dadurch entstand der Nassersee als damals größtes künstliches Gewässer der Erde. Sein Staubereich erstreckt sich auf ca. 500 km bis in den Sudan und seine Uferlänge beträgt fast 8.000 km.

Die ursprüngliche Landschaft des Niltals wurde komplett überflutet und die ansässige Fauna und Flora dadurch vernichtet. Die extremen Lebensbe-dingungen mit extremer Trockenheit und großen Wasserstands-schwankungen erschwerten eine Wiederbesiedlung dieses neuen, stark veränderten Lebensraums, der von Menschen nahezu unbewohnt ist.

Die Neubesiedlung zu erforschen, war in der Vergangenheit auch deswegen schwierig, weil der Nassersee militärisches Sperrgebiet und für Ägypter und Touristen nicht frei zugänglich ist. Immerhin konnten trotz solcher Schwierigkeiten seit 2016 drei Expeditionen mit Schwerpunkt Avifaunistik auf diesem See durchgeführt und damit Einblicke in die bisher unerforschte Tier- und Pflanzenwelt gewonnen werden.

Das WAU-Mitglied Olaf Geiter aus Schortens nahm an diesen Expeditionen teil. Dabei ging es jeweils mit kleinen Booten von Assuan bis Abu Simbel im Süden. Die Expeditionsteilnehmer begegneten zum Teil tagelang keinem anderen Menschen und machten immer wieder überraschende Beobachtungen.

Sie fanden baumbrütende Rohrsänger, Haussperlinge 100 km von den nächsten menschlichen Siedlungen entfernt und riesige Mengen an Reihern verschiedener Arten. Der Brauner Sichler wurde als neuer Brutvogel für Ägypten nachgewiesen. Bei Graureihern wurden die ersten Bruten seit 100 Jahre in Ägypten nachgewiesen. Die einzigen Brutplätze der Witwenstelze in der Paläarktis wurden entdeckt. Völlig unerwartet waren auch die Bruten von Lach- und Zwergseeschwalben weit abseits der bekannten Brutgebiete. Die Expeditionsteilnehmer beschränkten sich aber nicht nur auf Beobachten und Zählen, sondern führten auch verschiedene Untersuchungen durch. So wurden über 3.500 Vögel von fast 50 Arten gefangen, vermessen und beringt.

Der Vortrag von Olaf Geiter vermittelt mit vielen Bildern einen Eindruck vom Ablauf dieser Expeditionen. An manchen Tagen stieg das Thermometer auf über 42°C und fiel zum Teil nachts nicht unter 36°C. Das Leben auf den Expeditionsbooten war recht einfach und der Kontakt zu einer unberührten Natur beeindruckend. Krokodile, Warane, Schlangen und Skorpione waren tägliche Begleiter der Expeditionsteilnehmer.

Sumpf-Heidelibelle

Von Elfen und Jungfern –

die faszinierende Welt

der heimischen Libellen

 

Dienstag, 03. Dezember 2019

 

Referentin: Angelika Borkenstein, Mitglied der Gesellschaft deutsch-sprachiger Odonatologen (GdO)

 

Seit 300 Millionen Jahren bevölkern die Libellen die Erde. Früher nannte sie der Volksmund ‚Jungfern‘, ‚Elfen‘ und ‚Teufelsnadeln‘ .Heute spricht man eher von ‚fliegenden Edelsteinen‘.

Über diese interessante und attraktive Insektengruppe wird die Schortenserin Angelika Borkenstein berichten und anhand vieler Bilder Einblicke in die Vielfalt der verschiedenen Arten und deren Lebensweise vermitteln.

Aufgezeigt werden zunächst die Entwicklung der Libellen vom Ei bis zum fertigen Fluginsekt, dessen Leben abseits der Gewässer und die Paarung und Eiablage.

Im zweiten Teil ihres Vortrages erläutert die Referentin dann die Ergebnisse ihrer jahrelangen Beobachtungen und Untersuchungen in der hiesigen Region, so an den ‚Meeren‘ im Forst Upjever. Hier geht es u. a. um die Themen “Paarung im Morgengrauen“ und “Wie überleben Libellen im Winter?“.

Angelika Borkenstein hat ihre beeindruckenden Farbporträts von Libellen bereits auf mehreren Ausstellungen gezeigt und dabei sehr viel positive Resonanz erfahren. Auch dieser Vortrag bei der WAU wird seine Wirkung auf die Zuhörer nicht verfehlen.

Der Eintritt zu dieser WAU - Veranstaltung ist frei; Gäste sind, wie immer, herzlich willkommen.

Hier finden Sie uns

WAU e.V.

Werner Menke

Ibenweg 7

26441 Jever

Kontakt

Tel.: 04461 4298

mail to:

menke@wau-jever.de

Zuletzt aktualisiert:

12.12.2019