Vogelschutz allgemein

Erneute Leitungsopfer

 

Im Februar/März 2016 wurden von einem Jagdberechtigten und V.K.Prueter sechs (6) tote Höckerschwäne im Leitungsbereich am Nordufer gefunden.

Nach Information der Firma AVACON über die WAU Jever kam es im Spätsommer zu einem Ortstermin mit dem TNL Umweltplanungsbüro, welches mit Leitungsproblemen besonders vertraut ist. Beschlossen und von AVACON als Finanzierer genehmigt wurde eine Erfassung der Leitungsopfer von Oktober '16 bis März 2017. Diese führen zwei selbstständige Ornithologen aus dem hiesigen Raum durch. Auf die Ergebnisse darf man gespannt sein.

(c)V.K.Prueter/ Anbringen einer Armatur

Vogelschutzarmaturen an 110-kV-Leitung

 

Die WAU-Vogelzähler am Wangermeer, Hans Uhlmann und Volker K. Prueter, beobachteten seit 2013 immer wieder verletzte große Wasservögel (Zwergschwan, Grau- u. Blässgänse, Möwen), die wegen einer Flügelschädigung nicht mehr fliegen konnten. Der Verdacht lag nahe, dass dies durch die Freileitungs-Trasse, die im Norden und Süden dicht am Gewässer verläuft, verursacht wurde.

Im Februar 2015 fand Prueter unterhalb der Leitung zwei tote Höckerschwäne (hier ). Um weiteren Opfern vorzubeugen, wendete er sich an den Vorsitzenden der WAU, Werner Menke, der dem Versuch der Abhilfe volle Unterstützung zusagte. Denn immerhin ist die WAU eine friesische Umweltschutzorganisation und kein reiner "Vogelzählverein".

In einem Schreiben an die Firma AVACON (Eigentümer der Leitung) im Mai wurde darum gebeten, an drei Mastfeldern (eins im Süden, zwei im Norden) Markierungen anzubringen, die den Vögeln das Hindernis deutlich machen.

Höchst erfreulich war die unerwartet schnelle Reaktion der Firma, vertreten durch Wolfgang Dee. Bei einem Ortstermin Mitte Juli erhielten W. Menke und V.K.Prueter die Zusage, die Leitung vom Umspannwerk Hohenkirchen bis zum nördlichen Leitungsknick - insgesamt sieben Mastfelder, also weit mehr als ursprünglich erbeten - mit Warnbaken zu versehen.

Durchgeführt werden sollte die Aktion je nach Witterungsverhältnissen zwischen dem 15. August und dem 15. September.

Am 08. September gegen 09.00 h startete die Aktion, die bis kurz vor 14.00 h dauerte.

Neben den Vertretern der drei Zeitungen JW, NWZ und WZ waren auch ein Team des TV-Senders N3 sowie NDR 1 auf Einladung der Firma AVACON vor Ort, um entsprechend berichten zu können.

Nach dem Betanken und Beladen des Hubschraubers startete Pilot Benjamin Reichmann und brachte den Monteur Marius Fiege an die Leitung. Am obersten Stahlseil - kein Strom führendes Kabel - wurden im Abstand von 25 m die Markierungen angebracht. Bei der Betrachtung des Bildes lassen sich das hohe fliegerische Können des Piloten sowie die Unerschrockenheit des Monteurs erahnen.

Für die schnelle Reaktion der Firma AVACON bedankten sich die Vertreter der WAU, Michael Hintze und Volker K. Prueter, vor Ort ausdrücklich bei Herrn Dee und Frau Fiedler.

Es bleibt zu hoffen, dass die Aktion den gewünschten Effekt erzielt und damit in den kommenden Zugperioden die Zahl der Vogelopfer gegen Null geht.

 

Berichte am 09.09.15 in JEVERSCHES WOCHENBLATT, NORDWEST ZEITUNG, WILHELMSHAVENER ZEITUNG

(c) V.K.Prueter/ das Fluggerät
(c) V.K.Prueter/ erste Warnmarkierung hängt
(c) V.K.Prueter/ Arbeit in ca. 30 m Höhe

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zuletzt aktualisiert:

20.04.2017